Was tun wir?

Ganz kurz gesagt:

Die Nationalpark Ranger kommen in die Schulen der Umgebung und machen vier Tage Programm mit den Kindern zu den Themen Klima und Klimawandel. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt globale Zusammenhänge anhand von regionalen Beispielen zu veranschaulichen (Gletscherschwund, Auftauen des Permafrosts,…)


 

Ein bisschen länger formuliert:

Die Schulen der Nationalparkregionen Kärnten, Salzburg und Tirol haben die Möglichkeit das Programm „VERBUND-Klimaschule des Nationalparks Hohe Tauern“ kostenlos zu buchen. Dazu melden sich die Schulen entweder direkt bei den einzelnen Nationalparkverwaltungen oder über das Anmeldeformular auf der Klimaschulen-Webseite an. Sofern der gewünschte Termin noch frei ist, bekommen die Schulen eine Anmeldebestätigung und der Ranger kommt zum vereinbarten Termin in die Klasse und gestaltet den Klimaschulunterricht.

In der Zeiteinteilung sind die Ranger relativ flexibel und falls eine Schule nicht die gesamten vier Tage auf einmal buchen möchte, sondern lieber aufgeteilt auf mehrere Wochen, dann wird von den Nationalparkverwaltungen versucht auf die Wünsche einzugehen.


Ganz lange gesprochen:

Die Grundidee der VERBUND-Klimaschule des Nationalparks Hohe Tauern ist es, einerseits die Kinder der Nationalparkregionen mit der Nationalparkidee vertraut zu machen und ihnen zu helfen sich mit „ihrem“ Nationalpark zu identifizieren um so die Wertschätzung gegenüber der eigenen Heimat zu erhöhen (im Endeffekt soll mit geschicktem Regionalmanagement erreicht werden, dass der Abwanderung aus den Regionen entgegen gewirkt wird) und andererseits steht die Kompetenzentwicklung im Bezug auf die kommenden Veränderungen der Lebensumstände aufgrund des Klimawandels im Vordergrund. Das Leben in den Alpen wird sich nicht nur deswegen ändern weil aufgrund des Auftauens der Permafrostbodens es zu vermehrtem Steinschlag kommen wird und dadurch die Gefahr beim Bergsteigen sich erhöhen wird, sondern auch weil durch die Verkürzung der Schisaison aufgrund von verringertem Schneefall gewisse Änderungsprozesse im Tourismus zu vollziehen sind. Dass sich die EntscheidungsträgerInnen von morgen bereits jetzt mit diesen Dingen beschäftigen ist sehr vernünftig und die Ranger, welche in der Klimaschule unterrichten, zeigen Optionen auf, bieten Handlungsmöglichkeiten an und verhelfen den Kindern dazu sich selbstständig ein Bild zu machen.

Am Anfang der vier Tage werden die Begrifflichkeiten geklärt, der Unterschied zwischen Wetter und Klima gemacht und die gundlegendsten Faktoren erarbeitet. Was ist Luftdruck? Wie entsteht Wind? Ab was für einen Zeitraum spricht man von Klima? Was bedeutet „Durchschnittstemperatur“? Diese und ähnliche Fragen werden mithilfe von Experimenten und Arbeitsblättern erörtert und Schritt für Schritt werden die Kinder zu wahren „Klima-ExpertInnen“, welche im Idealfall ihr Wissen an ihre Eltern weiter geben. Später wird der Treibhauseffekt erklärt und der menschliche Einfluss auf diesen heraus gearbeitet. Am Ende des Klimaschul-Unterrichts gibt es auch Outdoor-Aktionen. Hier werden entweder eine Supermarkt-Recherche, eine Verkehrszählung oder eine kleine Wanderung, um die Mikroklimata der näheren Umgebung zu erkunden, durchgeführt.

Es wird darauf geachtet, dass der Unterricht möglichst partizipativ und multimedial ist. Das wird dadurch erreicht, dass die Kinder immer eingebunden werden in die Experimente und der Einsatz verschiedenster Medien (Tafelbild, Arbeitsblatt, Beamer, Filme, Experimente, Rollenspiele, Einzel- und Gruppenarbeiten,…) Standard ist.

Die VERBUND-Klimaschule des Nationalparks Hohe Tauern versteht sich als Projekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung, welche verschiedene Kriterien erfüllen sollte. Diese Kriterien umfassen nicht nur die bloße Wissensvermittlung sondern zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie auf umfassende Art und Weise Kompetenzen bei den TeilnehmerInnen reifen lässt. Kritisches Denken soll genau so angeregt werden wie die Bereitschaft sich aktiv für den Klimaschutz (was ja im Endeffekt Schutz unserer Zivilisation bedeutet) einzusetzen. Es geht dabei nicht um eine Ideologie oder einem kurzfristigen Trend, sondern ganz im Gegenteil, darum die Kinder mit dem nötigen Rüstzeug an Bildung auszustatten, damit sie sich kritisch reflektierend mit diesen Themen auseinander setzen können und nicht jeden Schwachsinn, der in diversen Debatten immer wieder behauptet wird, glauben müssen.

Und nicht zuletzt geht es natürlich darum einfach lustige vier Tage zu verbringen, wo lernen ganz wie nebenbei funktioniert und in der Erinnerung der Kinder der viele Spaß bleibt, den sie hatten als der Nationalpark Ranger auch bei ihnen in der Schule war – damals weißt du noch?


Kontakt

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  • Anna Brugger
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  • Hof 91, 9844 Heiligenblut
  • Telefon:
  • 0043 664 251 61 34
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